1. ZAK-CUP
Offene Balinger Meisterschaften im Sportklettern am 03. April 2011 im Kletterzentrum Balingen (Ostwand)
Von sieben bis über 40 Jahre reichte die Altersspanne der Teilnehmer des ersten ZAK-Cups im Berolino-Kletterzentrum in Balingen. Es waren für alle Kletterbegeisterten die passenden Routen dabei. (von Saskia Scherer, Zollern-Alb-Kurier)
„Eine offene Meisterschaft für jedermann“, betitelte Berolino-Geschäftsführer Martin Walch den Cup, der unter der Schirmherrschaft des ZOLLERN-ALB-KURIER stand. Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Zollernalbkreis, teilweise auch darüber hinaus. Mitmachen konnte jeder, ob Kinder oder Erwachsene: es wurde in verschiedene Startklassen eingeteilt. Für Kinder gab es drei Routen zu bewältigen, für Erwachsene sechs.
Dabei wurde gewertet, wie weit man kam, auch Schwierigkeit und Höhe spielten eine Rolle. Pro Route konnte man maximal 50 Punkte erlangen. „Wir haben schwarze Klebebandstreifen an den Wänden befestigt, jeder davon gibt fünf Punkte. Das soll auch ein Ansporn sein, doch nochmal ein bisschen weiter zu kommen und weitere fünf Punkte zu ergattern“, erklärte Walch. Das Zeitfenster, in dem jeder seine vorgegebenen Routen bewältigen musste, reichte von 10 bis 15 Uhr. Im Prinzip kämpfte jeder für sich, trotzdem gab es zum Beispiel eine Berolino-Mannschaft. Und obwohl alle Konkurrenten waren, feuerten sie sich gegenseitig kräftig an und machten sich Mut an besonders schwierigen Stellen. „Das ist anders als bei anderen Sportarten“, freute sich Walch. Seiner Meinung nach funktionierte der Cup super und er hegte große Hoffnungen, dass sich der Wettbewerb etabliert, so dass sie ihn von nun an jedes Jahr im Frühling veranstalten können. Walch war zufrieden mit dem Zulauf, ist allerdings nur dann wirklich froh „wenn die Kletterer nach Hause gehen und sagen, das hat sich gelohnt.“
Für stetige Sicherheit sorgte die Bergwacht, der Chefschiedsrichter war vom Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Alpenvereins. „Das gibt dem ganzen einen offiziellen Touch“, schmunzelte Walch. Jeder Teilnehmer erhielt bei der Siegerehrung eine Urkunde, außerdem gab es Sachpreise wie Seilsäcke zu gewinnen.
Eine der lokalen Teilnehmerinnen war Alexandra Rueß. „Ich mag die Halle“, erklärte die 23-Jährige fröhlich, nachdem ihr Freund, den sie gesichert hatte, wieder heil auf dem Boden angekommen war. Dieser klettert öfters im Berolino und hatte Alexandra deshalb gefragt, ob sie nicht mitkommen und auch mitmachen wolle.
Mit die weiteste Anreise hatten die Geschwister Julian und Patrick Schuster (acht und sieben Jahre alt) aus Stuttgart. „Unser Papa hat das im Computer entdeckt, und jetzt haben wir einfach mal so mitgemacht.“ Julian klettert bis zu vier Mal die Woche und ist Mitglied in einer Klettergruppe. Beiden gefiel es gut im Berolino und sie hatten viel Spaß. Mit dabei war natürlich ihr Vater, der die beiden unterstützte und ihnen half. Auch die neunjährige Nele Stadlmeier war extra aus Stuttgart angereist und hatte ihre ganze Klettergruppe im Schlepptau. Mit großen Augen beobachtete sie die Teilnehmer, die vor ihr an der Reihe waren, um sich noch einige Kniffe abschauen zu können.
Ein Highlight war gestern das Training des baden-württembergischen Speedkaders. Diese erklimmen, wie der Name sagt, die Wände mit nur einem Ziel: besonders schnell zu sein. Und so waren einige Augen auf die Kletterer gerichtet, die in knapp sieben Sekunden die Decke erreichen.
